04.02.2022

»Friedenstanzen« an der Michaelschule

„Wer eine Stimme hat, kann singen - wer Beine hat, kann tanzen“ sagt ein afrikanisches Sprichwort. An der Michaelschule in Reken konnte man sehen, dass dies auch mit Corona-Abstand und sogar mit Masken funktioniert. Hier wurde in der ersten Februar-Wochenende erstmalig das Friedensprojekt „lifedance® für bunte Klassen“ umgesetzt. „Wir sind dankbar, dass dieses wundervolle Friedens-Tanzprojekt in diesem Jahr endlich stattfinden kann. Wir waren ja bereits im letzten November mit den Glückstagen an unserer Schule sehr zufrieden. Dass wir nun trotz Corona das Friedensprojekt mit unseren zweiten und vierten Jahrgängen erleben dürfen, finden wir großartig“, zeigt sich Schulleiterin Rahel Foerster begeistert und erläutert, dass das Projekt von dem durch die Bundesregierung initiierten Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“ und durch die Gemeinde Reken finanziert worden ist.

Tanzlehrer und Friedenspädagoge Uli Bangert (l.) und Petra Wrocklage (r.), Klassenlehrerin der 4a, tanzen mit den Kindern den Tanz des Vertrauens.

Unter der Leitung von Uli Bangert, einem erfahrenen früheren Realschullehrer, Tanzlehrer und Friedenspädagogen aus Münster, tanzten alle Schülerinnen und Schüler wichtige sozial-emotionale Aspekte wie Gruppendynamik, Mut, Kraft, Vertrauen, Gemeinschaft, Entspannung und Stille. Ausgangspunkt für die wöchentlichen Sessions waren Kinderbuchbücher wie „Oh wie schön ist Panama“ oder „Woher kommt die Liebe“. Nach dem Vorlesen brachten die Kinder durch eher freie Tänze ihre eigenen individuellen Potenziale zum Ausdruck. „Ich erlebe, wie beseelt die Kinder von diesen Angeboten sind“, ergänzt Petra Wrocklage, die Klassenlehrerin der 4a.

In der Tat ist in den Klassen viel passiert. Leichtigkeit und Freude der Mädchen und Jungs, sich frei zur Musik zu bewegen, sind für jeden sofort spürbar. „Ich bin begeistert, mit wie viel Kreativität unsere Schüler ihre Ideen in die Tänze einfließen lassen“, so Verena Schrudde, die Schulsozialarbeiterin, die bereits bei den Glückstagen eigene Eindrücke sammeln konnte. „Besonders eindrucksvoll erlebe ich das hohe Maß an Entspannung und Wohlbefinden gegen Ende der Sessions im Tanz des Vertrauens mit Seegräsern und Fischen im Teich“, ergänzt Uli Bangert. Die Kinder, auch ansonsten sehr lebendig, sind offensichtlich in ihrem inneren Gleichgewicht. lifedance® ist sehr gemeinschaftsfördernd und insofern auch für heterogene und bunte Klassen geeignet. Teambildung, faires und gleichberechtigtes Miteinander von Jungen und Mädchen sowie Integration von besonderen Kindern und Jugendlichen stehen im Vordergrund des Projektes, das inzwischen auch bundesweit Nachfrage findet. (pi/hh)