30.08.2021

55 Radler im Regen von Reken

Spätsommer oder Frühherbst, ganz egal. Es war einfach ein richtiges Schietwetter, bei dem man keinen Hund vor die Tür läßt - dunkel, kalt, windig und vor allen Dingen sehr nass! Kein Wunder und absolut verständlich, dass sich am Vormitttag des letzten August-Sonntags unter diesen Bedingungen nur insgesamt 55 unentwegte, komplett in Regenkleidung eingemummelte Pedalritter an den Startstellen des 28. Rekener Radwandertages einfanden und die bis zu 30 Kilometer lange Strecke in Angriff nahmen. „Damit waren wir weit entfernt von der 2017 bei Sonnenschein aufgestellten Rekordmarke von 550 teilnehmenden Radlerinnen und Radlern. Schade, daß der Dauerregen unser Volksfest auf Fietsen so negativ beeinflusst hat“, sagt der Vorsitzende Josef Schürmann vom GemeindeSportVerband, zusammen mit der Gemeinde Reken wie immer Veranstalter des Events.

Ulli Ribbekamp (l.) und Heinz Groth (r.) gehören zu den 55 Unentwegten, die im Dauerregen zum Zielpunkt des 28. Rekener Radwandertages unterwegs sind.

Start frei hieß es zwischen 10.30 und 12 Uhr in Groß Reken auf dem Ilex-Platz, in Maria Veen an der Ellering-Schule und auf dem Schützenfestplatz in Reken Bahnhof. Über den Hörnerhok und den Kreulkerhok führte die Route nach Unterquerung der A 31 in Richtung Marbeck. Am dortigen Heimathaus war eine Zwischenstation mit der Möglichkeit eingerichtet, das Gelände zu besichtigen und sich mit einem Kaltgetränk zu erfrischen. Weiter ging es südlich von Heiden zum Ostring, von dem dann in Richtung Reken zur Sportanlage des SV Illerhusen abgebogen wurde. „Wie in jedem Jahr eine schöne und gut ausgesuchte Strecke. Etwas schwierig war es manchmal, die Richtungspfeile auf den Straßen zu erkennen und nicht zu übersehen, was aber eindeutig dem Regen geschuldet war“, resümierte der frühere Rekener Stadtradel-Star Heinz Groth aus Maria Veen.

Nach der Anmeldung bei Uwe Heßing vom GSV nehmen Ulrike und Hubertus Benson die 30-Kilometer-Strecke vom Groß Rekener Ilex-Platz aus in Angriff.

Beim abschließenden, unter strikter Beachtung und Kontrolle der „Drei-G-Regel“ (geimpft, genesen, getestet) stattfindenden gemütlichen Beisammensein wurden Grillwürste, selbst gebackener Kuchen der Vereinsfrauen, Kaffee und Erfrischungen zu familienfreundlichen Preisen angeboten, und im Rahmen einer Gratisverlosung waren attraktive Preise zu gewinnen. Diese würden den glücklichen Gewinnern in den nächsten Tagen vom GemeindeSportVerband zugestellt, wie Josef Schürmann mitteilte. Zudem fand eine Fahrrad-Codieraktion großen Zuspruch. Manfred Wameling von der Kreispolizeibehörde Borken hatte alle Hände voll zu tun, um den Andrang bei der Erfassung und Markierung zu bewältigen. (hh)

Manfred Wameling (hinten) von der Kreispolizeibehörde Borken codiert zahlreiche Fahrräder auf dem Gelände des SV Illerhusen.