03.02.2022

Fahrplan Klimaschutzkonzept im PuBA vorgestellt

Nach einem positiven Beschluss des Gemeinderates im Mai 2021 stellte die Verwaltung einen Förderantrag für ein Klimaschutzmanagement zur Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Gemeinde Reken. Ende des Jahres 2021 erhielt die Gemeinde Reken die Zusage für die zweijährige Fördermaßnahme „Klimaschutzmanagement zur Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes“, beginnend ab dem 01.01.2022. Zur Aufstellung des Klimaschutzkonzeptes wurde Ende letzten Jahres eine auf zwei Jahre befristete Stelle im Klimaschutzmanagement öffentlich ausgeschrieben.

Bürgermeister Manuel Deitert stellte Stefanie Röttgers als neue Klimaschutzmanagerin der Gemeinde Reken vor. Die 43-jährige bekleidet seit Januar die Stabsstelle Klimaschutz bei der Gemeindeverwaltung. „Wir sind froh, dass wir bei uns unmittelbar ab Beginn der Fördermaßnahme mit der Arbeit beginnen konnten“ betont Bürgermeister Deitert. „Nach 18 Monaten wird das fertige Konzept eingereicht und bereits 12 Monate nach Beginn der Fördermaßnahme muss dem Projektträger die Entwurfsfassung des Klimaschutzkonzeptes vorgelegt werden. Das ist ein straffer Zeitplan. Erfahrung im Projekt- und Kommunikationsmanagement und Ortskenntnisse spielen eine entsprechend wichtige Rolle.“

Röttgers freut sich auf diese Herausforderung und stellte im Planungs- und Bauausschuss am 03. Februar 2022 das Vorhaben vor. „Nicht erst nachdem im Gemeinderat der Beschluss gefasst wurde, habe ich mich mit dem Thema kommunaler Klimaschutz befasst. In Reken sind wir mit vielen Maßnahmen schon auf einem wirklich sehr guten Weg. Jetzt ist es wichtig, dass wir eine Ist-Analyse erstellen und darauf aufbauend weitere Potenziale zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen in den Klimarelevanten Bereichen finden. Dieses ist die Basis um dann in Zusammenarbeit mit den Bürgern und Bürgerinnen und weiteren Akteuren einen Maßnahmenkatalog zu erstellen,“ berichtet Röttgers über ihre Aufgabe. „Ziel dieses Förderprojektes ist es auf lokaler Ebene einen Beitrag zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele zu leisten. Das 2023 fertig gestellte Klimaschutzkonzept wird die strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Aktivitäten in den klimarelevanten Bereichen in Reken sein.“

Die Mitglieder des Planungs- und Bauausschusses nahmen den Bericht über den Ablauf des Vorhabens „Klimaschutzmanagement zur Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes für die Gemeinde Reken“ zur Kenntnis.

Inhalte des Klimaschutzkonzepts

    • Ist-Analyse der bestehenden Klimaschutzaktivitäten
    • Bestandaufnahme Energieverbräuche für das gesamte Gemeindegebiet
    • Aktuelle Treibhausgasbilanz (THG)
    • Potenzialanalyse (kurz- und mittelfristig technisch & wirtschaftliche umsetzbare Einsparpotentiale und Potentiale zur Steigerung der Energieeffizienz)
    • Szenarien (Referenzszenario ohne Klimaschutzkonzept, Klimaschutzszenario)
    • THG-Minderungsziele für die nächsten 15 Jahre
    • Handlungsfelder lokalisieren und priorisieren
    • Handlungsstrategien
    • Langfristige Einspar- und Versorgungsziele definieren (bis 2050)
    • Maßnahmenkatalog (bereits durchgeführt)
    • Maßnahmenkatalog (neu entwickelt)
    • Verstetigungsstrategie
    • Controlling-Konzept
    • Kommunikationsstrategie



Förderung durch den Bund

Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral sein. Seit 2008 unterstützt die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesumweltministeriums (BMU) deshalb auf dem Weg dorthin Klimaschutzprojekte in ganz Deutschland.

Gefördert wird in Reken die erstmalige Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes durch ein Klimaschutzmanagement. Die Gemeinde Reken erhält eine Förderung von 75 % der zuwendungsfähigen Ausgaben innerhalb des Förderzeitraumes von Januar 2022 bis Dezember 2023.

Der Projektträger für Förderprogramm der Nationalen Klimaschutzinitiative ist die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH (ZUG).

Förderkennzeichen: 67K17672

Nationale Klimaschutzinitiative (NKI)

Die NKI wurde 2008 ins Leben gerufen, um gemeinsam mit Bürger*innen sowie Akteur*innen aus Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft innovative Ansätze und Konzepte zu entwickeln und aktiv umzusetzen. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Die NKI trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei, sie macht den Klimaschutz erlebbar und schafft zahlreiche Beispiele zur Nachahmung. 2018 feierte die NKI ihr 10-jähriges Jubiläum und zog eine erfolgreiche Bilanz: Bereits 28.750 Klimaschutzprojekte wurden mit rund 905 Millionen Euro unterstützt. So konnten 19,5 Millionen Tonnen CO2-äquivalente Treibhausgasemissionen eingespart werden. Mit einem Euro Förderung wurde mehr als das Dreifache an Mitteln für den Klimaschutz mobilisiert. (Quelle: www.klimaschutz.de)