24.08.2021

Heiß begehrt: Bütterkes vom Mühlenbrot

Weizenbrote und Korinthenstuten nach alten Rezepten backen kann längst nicht jeder, schon gar nicht im Steinofen des aus dem 18. Jahrhundert stammenden Backhueses an der alten Turmwindmühle, dem Wahrzeichen und einem der touristischen Hotspots der Gemeinde Reken. Aus diesem Grund und ein wenig wohl auch wegen des schönen Wetters trafen die Verantwortlichen des Heimatvereins mit ihrer Idee eines öffentlichen Schaubackens genau ins Schwarze. Mehrere hundert Schleckermäuler fanden sich am vorletzten August-Sonntag zwischen 14 und 18 Uhr schubweise an der Ollen Mölle ein, um die Premiere nicht zu verpassen und bei frischem Kaffee und bei Livemusik des Duos „Heinz & ich“ das eine oder andere leckere Mühlenbrot-Bütterken zu genießen.

Raphael Niewerth bringt die Brote vom Backhues in die Mühle, wo sie aufgeschnitten, mit guter Butter geschmiert, reichlich belegt und dann an die Besucherinnen und Besucher verteilt werden.


„Nach überlanger Corona-Pause ist hier auf dem Möll’nberg endlich mal wieder richtig was los und gute Laune bei unseren vielen Gästen aus Reken und Umgebung angesagt“, bemerken der Mühlenbeauftragte Georg Holthausen und der Heimatvereins-Vorsitzende Carsten Hösl mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht, während sie die begeisterten Besucherinnen und Besucher an den Holzbänken unter freiem Himmel gegen freiwillige kleine Spenden mit knusprig-frischen Holzofenbrot-Schnittchen versorgen. Diese sind von fleißigen Helferinnen und Helfern zuvor in der Mühle mit guter Butter geschmiert und mit westfälischem Schinken, Käse, Griebenschmalz, Marmelade und Honig des Mühlen-Imkers Reinhard Limberg gut belegt worden.


Mühlenbäcker Jörg Lütkebohmert holt die duftenden Brotlaibe gerade aus dem Ofen des über 200 Jahre alten Backhueses.


Gestartet ist die Aktion bereits um 7 Uhr in der Früh. Um diese Zeit begannen die Mühlenbäcker Jörg Lütkebohmert, Raphael Niewerth und Günter Thies mit dem Herstellen von insgesamt 40 Kilogramm Teig - eine Mischung aus Weizenmehl, Joghurt und Butter, Wasser und Hefe, Salz und Zucker. Während die gut geknetete Masse anschließend längere Zeit ruhte, wurde der Ofen ab 9 Uhr über mehr als vier Stunden von Reiner Niehüsener mit Buchenholz befeuert. Bis um 14 Uhr hatte die Glut dann die erforderliche Temperatur von rund 300 Grad erreicht, und das Backen der köstlichen Brotlaibe wurde eröffnet. Das Resümee der Bäcker und des Heizers: „Es hat mächtig Spass gemacht, das alte Backhandwerk einem so großen Publikumskreis vorzuführen!“ (hh)


Zum ersten öffentlichen Schaubacken des Heimatvereins ist an der „Ollen Mölle“ nachlanger Corona-Pause endlich mal wieder was los.