08.11.2021

Martinsmarkt: Riesenandrang auf der Poststraße

Nachdem die Veranstaltung des Werbekreises und der bereits vor 60 Jahren ins Leben gerufenen Interessengemeinschaft Martinsumzug vor zwölf Monaten pandemiebedingt ausfallen mußte, können sich viele hundert Besucherinnen und Besucher am ersten November-Sonntag beim Maria Veener Martinsmarkt mit Laternenumzug jetzt wieder angemessen auf die Weihnachtszeit einstimmen. Pünktlich um 13 Uhr hat Petrus ein Einsehen: Er stellt den Regen ab und sorgt für das richtige Glühweinambiente bei kalten, aber ganz angenehmen Temperaturen. Gut gelaunte Rekenerinnen und Rekener, unzählige Familien mit kleinen Kindern und Besucher aus der Umgebung nutzen die guten äußeren Bedingungen nach der 2020-er Zwangspause zu einem Abstecher in den Heubach-Ortsteil und pilgern gleich in Scharen zu den Attraktionen.

Großer Andrang herrscht den ganzen Nachmittag über beim traditionellen Martinsmarkt im Ortsteil Maria Veen.

„Dieses Mal können wir uns überhaupt nicht beklagen. Der Andrang ist riesig, wodurch alle Beteiligten für ihre großen Bemühungen belohnt werden“, stellen die Verantwortlichen bei einem Blick von der Bühne auf der sehr gut gefüllten Poststraße fest. Sie freuen sich insbesondere darüber, dass vor den Angeboten der lokalen Vereine, Gruppierungen und Institutionen an 26 Verkaufs- und Infoständen stets lange Schlangen zu beobachten sind. Ob beim Konzert der Jagdhornbläser des Hegerings, auf dem Bungee-Trampolin, beim Auftritt eines Marktschreiers und des DJs Marcus oder beim caritativen Weihnachtsbaumbaumweitwurf des Kegelclubs „Flasche leer 1998“ - überall drängen sich gut gelaunte Eltern mit ihrem quirligen Nachwuchs.

In wenigen Minuten ist es so weit und St. Martin (links oben) wird ganz viele Kinder mit ihren Laternen durch’s Dorf führen.

Große Betriebsamkeit herrscht an den bunt geschmückten Verkaufsständen in der Budengasse, an denen allerlei weihnachtliche Deko zu haben ist. Der Duft von frisch gebackenen Waffeln, von deftigen Grillsachen, Kartoffelpuffern und von diversen Leckereien lockt die Massen und alle Nachkatzen auch zu den Imbiss- und Getränkewagen, während sich das Zelt der Mörphy Town-Jugend mit dem unbestritten größten Tortenbuffet des Dorfes als ausgemachtes Ziel der Kaffee- und Kuchenfreunde herauskristallisiert. Hier ist mächtig was los! Nach Einbruch der Dunkelheit setzt sich dann der sehnlichst erwartete Laternenumzug vom Pausenhof der Ellering-Schule aus in Bewegung.

Was ist ein Martinsmarkt ohne St. Martin? In Maria Veen führt der heilige Mann den Laternenumzug auf einem pechschwarzen Friesen an.

Wie seit 12 Jahren angeführt von St. Martin Alfred Lubjuhn auf einem pechschwarzen Friedenpferd, begleitet durch Fackelträger der Löschgruppe Maria Veen der Freiwilligen Feuerwehr Reken und durch die Blaskapellen aus Reken und Hochmoor, geht es quer durch‘s Dorf und wieder zurück in den Rummel der langsam leerer werdenden Poststraße, wo die Laternenkinder zum Ausklang des Umzuges ihre Präsente abholen. „300 Geschenke mit Süßigkeiten und einer Weihnachtsgans aus Hefeteig haben wir für die Kinder gefüllt. Zu unserem 60. Geburtstag ist es uns mit der Hilfe von Sponsoren gelungen, besonders prall gefüllte Martinstüten an die Kleinen verteilen zu können“, berichten Karin Nagel und Detlev Bernemann von der IG Maria Veener Martinsumzug, bevor zum krönenden Abschluss noch ein Feuerwerk den Himmel über Maria Veen erleuchtet. (hh)

Das längste Maria Veener Kuchenbuffet präsentieren die Jugendlichen von Mörphy Town.

Das ist er, der mit wichtigen Gemeindeterminen gespickte Feuerwehrkalender 2022 des Löschzugs Groß Reken. Johannes Haltermann präsentiert den familienfreundlichen Kalender, der dieses Mal mit den Werken Rekener Künstlerinnen ausgestattet wurde. Nach dem Erstverkauf auf dem Maria Veener Martinsmarkt kann der Kalender zum Preis von 4 Euro in den Banken und bei den Genossenschaften, im Bürgerbüro des Rathauses und auf dem kommenden Weihnachtsmarkt an der Gaststätte Schneermann erworben werden.