29.10.2021

Neue Atemschutzgeräte für die Feuerwehr

Im Verlauf der Tagung vom letzten Mittwoch im Oktober haben die Damen und Herren des Haupt- und Finanzauschusses dem Gemeinderat für dessen Sitzung am 18. November einstimmig den Beschlussvortrag unterbreitet, weitere Mittel für die Umrüstung der Atemschutzgeräte der Freiwilligen Feuerwehr Reken in Höhe von 60.000 Euro überplanmäßig zur Verfügung zu stellen.

Den Hintergrund erläutert der Ordnungsamtsleiter Daniel Edeler: „Die Atemschutzgeräte der Freiwilligen Feuerwehr müssen aufgrund neuer ISO-Normen von Normaldruck auf Überdruck umgestellt werden. Beim Normaldruck ist der Luftdruck in der Maske wie in der Umgebung. Das heißt, der Lungenautomat lässt nur Luft in die Maske, wenn der Geräteträger einatmet, also einen Unterdruck erzeugt. Im Überdruck-Betrieb wird schon beim Anschluss
von Lungenautomat und Maske ein Überdruck in der Maske hergestellt. Das heißt, der Druck in der Maske ist höher als in der Umgebung, z. B. im verrauchten Zimmer.
Durch den höheren Druck in der Atemschutzmaske können keine Schadstoffe in die Atemluft des Trägers eindringen. Dies könnte im Normaldruck bei Undichtheit der Maske passieren. Zudem muss beim Einatmen ein geringerer Widerstand vom Lungenautomat überwunden
werden, damit neue Luft eindringt.“

Die Gesamtkosten der Umrüstung inklusive Software für die Dokumentation und Geräteprüfung belaufen sich auf 100.000 Euro. Die Umrüstung sollte zunächst auf fünf Haushaltsjahre verteilt werden. Bereits in den Haushaltsjahren 2020 und 2021 wurden jeweils 20.000 Euro für die Umrüstung der Atemschutzgeräte bereitgestellt. Derzeit sind ausschließlich die Atemschutzgeräte mit Normaldruck im Einsatz. Da aber die beiden neuen Feuerwehrfahrzeuge LF20 Kat's ebenfalls bereits mit Überdruck-Technik ausgestattet sind, müssen die Atemschutzgeräte mit Überdruck spätestens mit der Auslieferung der neuen Fahrzeuge eingesetzt werden. Dementsprechend ist die Wehrführung mit dem Wunsch an die Verwaltung herangetreten, die komplette Umrüstung der Atemschutzgeräte bereits im Jahr 2021 zu vollziehen. Die dadurch entstehenden Kosten belaufen sich auf 60.000 Euro. (bv/hh)