16.12.2021

Wasseranschluss am Posten 20

Im September 1016 ist der 1879 erbaute Posten 20 nebst angrenzendem Umfeld aus seinem Dornröschenschlaf erweckt worden, gelegen am Mühlenweg gegenüber dem Klein Rekener Haltepunkt an der Schienenstrecke Coesfeld-Reken-Dorsten. In der Folge fanden zahlreiche künstlerische und kulturelle Aktionen an dem ehemaligen Bahnwärterhäuschen statt, veranstaltet und betreut von zahlreichen Mitstreitern rund um die Initiatorin Erika Reichert. Vor diesem Hintergrund und aus dieser hoch motivierten Gruppe heraus ist Ende 2018 der Kulturverein Reken aus der Taufe gehoben worden, der den Posten 20 als Zentrum seiner Aktivitäten bezeichnet und ihn zu einem kunsthistorischen Ort weiterentwickelt hat.


Der zweite Vorsitzende Marc Trzcinski (l.) und Bernhard Schemmer (r.) vom Kuratorium überreichen einen 2.000 Euro-Spendenscheck der Reken-Stiftung an Ralf-Dieter Grün, den Vorsitzenden des Kulturvereins Reken.


Ralf-Dieter Grün, der Vorsitzende des Kulturvereins Reken, hat bei der Reken-Stiftung vor etwas mehr als zwei Jahren einen 50-prozentigen Zuschuss zur Installierung eines laut Angebot rund 4.000 Euro teuren Wasseranschlusses am Posten 20 beantragt. Dieser Eingabe hat das Kuratorium der gemeinnützigen Organisation zur Förderung des Gemeinwohls in der Mühlengemeinde zügig zugestimmt und maximal 2.000 Euro in Aussicht gestellt. Nach einer coronabedingten Verzögerung konnte der Wasseranschluss jetzt endlich fertiggestellt werden.


Unter anderem zur Bewässerung mehrerer tausend Rosen spielt der neue Wasseranschluss am Posten 20 in den Sommermonaten eine wichtige Rolle.


„Ab der kommenden Saison können wir die vielen Rosenstöcke auf unserem Rosenhügel, die etwa 200 Anemonen, das Kräuterbeet sowie den Wein unproblematisch und ohne Hilfe des benachbarten Bauern Wortmann bewässern, das Häuschen und die Plattierungen reinigen und das anfallende Geschirr nach Veranstaltungen an Ort und Stelle spülen“, berichtet der Kulturvereins-Chef und ergänzt: „Ein für viele Besucherinnen und Besucher ganz sicher wichtiger Verwendungszweck ist außerdem die Inbetriebnahme einer Toilette im hinteren Teil des Häuschens, wo sich vor vielen Jahren für die Bahnwärter ein Plumpsklo befunden hat.“ (hh)