13.09.2021

In der Arche auf Schnäppchenjagd

Qualität zu niedrigen Preisen. Unter dieser Überschrift finden seit 1989 Kinderkleidermärkte im evangelischen Gemeindehaus „Arche“ sowie in einigen Räumen der gegenüber liegenden Sekundarschule Hohe Mark in Bahnhof Reken statt. Jeweils im Frühjahr und im Herbst nehmen rund 300 Anbieter die Gelegenheit wahr, nicht mehr benötigte oder zu klein gewordene, aber noch gut erhaltene und gepflegte Kindersachen bis zur Größe 188 abzugeben. Interessenten und Abnehmer gibt es immer reichlich. Auch bei der mittlerweile 61. Auflage strömen mehrere hundert Besucherinnen und Besucher am Verkaufssamstag in die Räume, um Ausschau nach Kleidung, Kinderwagen, Spielzeug, Fahrrädern und Kindersachen jeglicher Art zu halten.

Kindersachen jeglicher Art finden bei den Schnäppchenjägern großen Anklang.


Wo sonst gibt es auch schon bunte Märchenbücher für 2 Euro, Kindersitze für 30 Euro oder schicke Jacken für 5 Euro? Zugeschlagen wird reichlich, ebenso wie bei der voraufgegangenen Sonderbörse für Schwangere. „Die ganze Arbeit hat sich gelohnt. Rund 50 Prozent aller 12.000 Artikel sind verkauft worden, meist von Müttern, Vätern, Omas und Opas“, berichtet Ina Schwerhoff vom Orgateam des Marktes. Petra und Manfred Krämer aus Lembeck, die für ihre Enkel eine ganze Tasche voller bunter Anziehsachen und Schnapper erstanden haben, stellen bei Kaffee und einer frischen Waffel fest: „Die Ware ist in Ordnung und sehr günstig. Da unsere Enkel schnell aus allem herauswachsen, ist das hier eine preisgünstige Alternative.“

13.000 Artikel füllen die Kirche und alle Räume des evangelischen Gemeindehauses „Arche“.


40 Frauen und 4 Männer beschäftigten sich im Vorfeld tagelang mit der Annahme und der Kontrolle der Ware. Jeder Kunde darf bis zu 40 Teile abgeben und die Preise bestimmen. Nach dem Schließen des Marktes ist für die Ehrenamtler aus allen Ortsteilen der Gemeinde Reken übrigens noch lange nicht Schluß. Alle Rückläufer mussten zurückgegeben und das Verkaufsgeld an die Anbieter ausgezahlt werden. „Nach der Abwicklung gönnen wir uns am Abend zum Ausklang dann noch ein Gläschen Sekt, was sich alle unsere Helferinnen und Helfer auch redlich verdient haben“, erzählt Ina Schwerhoff. 15 Prozent der Einnahmen verblieben bei den Organisatoren. Sie werden wie immer komplett für karitative Zwecke gespendet, dieses Mal in der Hauptsache an die katholische Kita St. Johannes der Apostel im Dernauer Hochwassergebiet. (hh)

Ist dieses Märchenbuch für mein Enkelkind geeignet?

Groß ist die Auswahl an Kinderjacken verschiedener Größen und Farben.