22.11.2021

Regierungspräsidentin Dorothee Feller beindruckt von der VITAL-Region Hohe Mark

In der vergangenen Woche besuchte Regierungspräsidentin Dorothee Feller die VITAL.NRW Region Hohe Mark. Eingeladen hatte die Lokale Aktionsgruppe des Vereins „LAG Region Hohe Mark – Leben im Naturpark e.V.“, der seit 2017 mit dem Förderprogramm VITAL.NRW mit engagierten Partnern vor Ort schon rund 60 große und kleine Förderprojekte zur Stärkung des ländlichen Raums auf den Weg gebracht hat.

„Wir wollten die Gelegenheit nutzen, der Regierungspräsidentin gegen Ende der aktuellen Förderperiode einige der vielen erfolgreichen Projekte persönlich zu zeigen“, sagt Regionalmanagerin Josephine Kißmer. Die VITAL-Region hatte eine Bustour durch die Region organisiert, bei der mehrere herausragende Förderprojekte vorgestellt und besichtigt wurden.

Auftakt der rund vierstündigen Tour war in Lembeck das Projekt „Tour de Buur“. In einer kurzweiligen Präsentation berichtete Landwirtin Regina Böckenhoff das Konzept hinter dem Projekt: Sogenannte „Agrarscouts“ nehmen Touristen und Einheimische bei geführten Themenradtouren mit zu landwirtschaftlichen Betrieben im Dorstener Norden, bei denen die Teilnehmenden dann einen Blick hinter die Kulissen der modernen Landwirtschaft werfen und mit den Landwirten ins Gespräch können kommen. In den Genuss einer „Mini-Tour de Buur“ kamen die Gäste dann sogleich beim nächsten Stopp auf Hof Kerkmann, wo Landwirtin Hedwig Kerkmann die Teilnehmenden zunächst mit einer kleinen Führung über den Hof empfing und dann selbstgemachte Käsespezialitäten anbot. „Das Probieren der hofeigenen Erzeugnisse gehört bei jeder Tour fest dazu“, erklärte sie.

Begeistert über die kleine Hofführung inklusive Verköstigung: Wilhelm Sendermann (Bürgermeister Olfen), Regionalmanagerin Josephine Kißmer, Carsten Hövekamp (Bürgermeister Dülmen), Tobias Stockhoff (Bürgermeister Dorsten), Regierungspräsidentin Dorothee Feller und Hedwig Kerkmann

Danach ging es im Reisebus weiter durch die Hohe Mark, wo bei weiteren Stopps die Projekte „Radweg über den ehemaligen Truppenübungsplatz Geisheide“ sowie der neue „Pinocchio-Märchenradweg“ zwischen Lembeck und Klein-Reken vorgestellt wurden. Letzter Halt am frühen Nachmittag war der Dorfladen in Merfeld (Dülmen), der von rund 30.000 € Fördermitteln für die Ausstattung des Ladens profitiert hatte und seit der Eröffnung in 2018 fester Anlaufpunkt für viele Merfelder Bürgerinnen und Bürger ist. Zum Ende der Tour bedankte sich Regierungspräsidentin Dorothee Feller bei allen Teilnehmenden für die vielen positiven Eindrücke und das hohe Engagement der Menschen vor Ort, die mit ihren Projekten dazu beitragen, den ländlichen Raum und die Region lebenswert und attraktiv zu gestalten.

Rekens Bürgermeister Manuel Deitert, 1. Vorsitzender der VITAL-Region, unterstrich bei der Verabschiedung, dass sich die tolle Bilanz sehen lassen kann: „Die VITAL-Region Hohe Mark ist ein perfektes Instrument, um die nachhaltige Entwicklung dieser ländlichen Region für die beteiligten Städte und Gemeinden zu bündeln“, so Bürgermeister Deitert.

Die Region hofft auf weitere Fördergelder durch LEADER

Um zukünftig weitere Förderprojekte in der Hohen Mark umsetzen zu können, bewirbt sich die Region aktuell um die Anerkennung als LEADER-Region. Sollte die Bewerbung erfolgreich sein, stünden für die neue Förderperiode ab 2023 rund 3,1 Millionen Euro für weitere Projekte zur Verfügung. Bei der Bewerbung wünschte Regierungspräsidentin Feller allen Beteiligten viel Erfolg und gutes Gelingen.

Hintergrund: Was ist VITAL.NRW?

Die VITAL-Region Hohe Mark – Leben im Naturpark e.V. setzt sich aus den sechs Kommunen Dorsten, Dülmen, Raesfeld, Reken, Haltern und Olfen zusammen. Die Region ist eine von neun Regionen in Nordrhein-Westfalen, die von der VITAL.NRW Förderung profitiert. VITAL.NRW ist ein Förderprogramm, welches die Entwicklung attraktiver ländlicher Räume unterstützt. Insgesamt werden im Zeitraum 2017-2023 rund 1,5 Millionen Euro Fördergelder vom Land NRW für Projekte bereitgestellt. Koordiniert wird der Förderprozess von der Lokalen Aktionsgruppe, ein Verein aus 13 Mitgliedern, dem neben den sechs Kommunen der Region auch sieben Partner aus Wirtschaft, Handwerk, Naturschutz u.v.m. angehören. (pd)

Auch die Schutzhütte im Papendyk konnte im Rahmen der VITAL.NRW Förderung über das „Regionalbudget“ realisiert werden.