23.11.2021

Theo Ewering ist Altherren-Ehrenvorsitzender

Im Fußballverein SC Reken ist eine Ära zu Ende gegangen: Fast vier Jahrzehnte hatte Theo Ewering (74) die Leitung der Altherren-Abteilung in Groß Reken inne. Jetzt hat der Sportfunktionär den Staffelstab weitergegeben an Friedhelm Bonn (50). Als Anerkennung für seine großen Verdienste ernannte die Generalversammlung den scheidenden Abteilungsleiter zum Ehrenvorsitzenden der Alten Herren. Damit nicht genug: SC Reken-Boss Olaf Lange kündigte außerdem an, dass der Rekener Fußballverein Ewering die Ehrenmitgliedschaft verleihen werden. „Theo Ewering wird das erste Ehrenmitglied unseres Vereins sein.“  Lange sprach von einer „ungewöhnlichen Leistung“ für den Verein.

Für sein langjähriges Engagement als Leiter der Alte-Herren-Abteilung in Groß Reken wird Theo Ewering (Mitte) zum Ehrenvorsitzenden ernannt. SC Reken-Vorsitzender Olaf Lange (r.) und Ewerings Nachfolger Friedhelm Bonn (l.) gratulieren.

Ewering hinterlässt ein gut bestelltes Feld: Mit 130 Mitgliedern ist die Alte-Herren-Abteilung heute allein am Standort Groß Reken so groß wie anderswo ein ganzer Fußballverein. Sie ist hervorgegangen aus dem Fußballverein Westfalia Reken. Sein Vorgänger als Abteilungsleiter war 1984 Bruno Benson. Ewering erinnerte an die schwierigen Umstände bei der Amtsübernahme. Weil damals häufig Spieler fehlten, stand die Alte-Herren-Abteilung beinahe vor dem Aus. Heute gliedert sich die Altersabteilung in Ü32, Ü40 (Alte Garde) und Ü48. Westfalia Reken war vor sieben Jahren im Fusionsklub SC Reken aufgegangen.

Bereits 1973 – unter dem Vorsitz von Berni Wübbeling („Bossmann“) – übernahm Theo Ewering als Kassierer seinen ersten Vorstandsposten bei Westfalia. Mehr als ein halbes Dutzend Vorsitzende erlebte er seit dieser Zeit. Zwischen 1975 und 1981 fungierte er gemeinsam mit Heinrich Bolle als 1. Obmann und Kapitän der III. Mannschaft. Zu den größten sportlichen Erfolgen zählte der Gewinn der Meisterschaft in der Saison 1980/81. Zuvor hatte er als aktiver Spieler in der Reserve gespielt. Der Erfolg eines Fußballvereins misst sich nicht nur an Toren und Meisterschaften, sondern auch an der Leistung seiner Funktionäre jenseits des grünen Rasens. Theo Ewering feilte Jahrzehnte lang nicht nur an Spielplänen und an der Aufstellung der Mannschaften.

Er perfektionierte außerdem die Statistik der Alte-Herren-Abteilung, die mittlerweile einen prallen Leitz-Ordner füllt. So führt in der „ewigen Liste“ Jürgen Schulz mit 681 Einsätzen, während Johannes Windbrake mit 366 Treffern die Torschützenliste anführt. Theo Ewering selbst rangiert mit 467 Spieleinsätzen auf Platz fünf. Als defensiver Mittelfeldspieler steuerte er 48 Tore bei. Auf der Generalversammlung in der Gaststätte Schneermann überreichten ihm die Alten Herren ein maßgefertigtes Schild aus Edelrost für den Garten, einen Unterschriftenball und einen Gutschein für eine Schiffsreise. Trotz des Abtritts kündigte Theo Ewering an, dem neuen Abteilungsleiter mit Rat und Tat behilflich sein zu wollen: „Ich bleibe weiter am Ball.“ (pi/hh)