23.04.2021

Wird aus dem Ehrenamtsbüro BuVO die Freiwilligenagentur »Engagiert in Reken«?

Wie soll es weiter gehen? Soll es überhaupt weiter gehen, wenn die dreijährige, aus einer finanziellen Unterstützung von insgesamt 175.000 Euro bestehende Förderung durch die Aktion Mensch demnächst ausläuft? Diese Fragen stellten sich die Mitglieder des Schul-, Inklusions-, Sport-, Integrations-, Familien- und Kulturausschusses am dritten April-Dienstag, nachdem Christel Büning und Christoph Hartkamp, die beiden Mitarbeiter des im Vereins- und Bildungszentrums beheimateten Ehrenamtsbüros BuVO (Bürgerengagement und Vereinsförderung vor Ort), anschaulich über die Inhalte, die Intentionen und die Perspektiven der gemeinsam vom Benediktushof, der Gemeinde Reken, den Rekener Kirchengemeinden und dem Verein Leben im Alter durchgeführten Aktion referiert hatten. Fraktionsübergreifend und auch aus gemeindlicher Sicht kam man übereinstimmend zu dem Schluß, dass die geleistete Arbeit des Ehrenamtsbüros vorbildlich war und das Projekt unbedingt weitergeführt sowie zu einer festen Institution in Reken werden muß.

Im Schul-, Inklusions-, Sport-, Integrations-, Familien- und Kulturausschuss berichten die beiden Mitarbeiter Christel Büning und Christoph Hartkamp über die Inhalte, Tätigkeiten, Aktionen und Perspektiven des Ehrenamtsbüros BuVO.


Nach diesem einhelligen Bekenntnis von Politik und Verwaltung teilte Hauptamtsleiter Stefan Nienhaus mit, dass man bereits seit längerem mit allen Partnern überlege, wie die Initiative nachhaltig fortgeführt werden soll: „Wir sind der Meinung, dass wir im Jugendwerk Reken den größten gemeinsamen Nenner haben, welches nach einer noch durchzuführenden Satzungsänderung möglicherweise auch zum neuen Fundament und Träger der künftigen Freiwilligenagentur werden könnte. Die Kirchengemeinden sind bereits Mitglied des Vereins, und auch der Benediktushof will Mitglied werden.“ Dem fügte Bürgermeister Manuel Deitert hinzu: „Bevor die politischen Gremien endgültig über die Aufrechterhaltung beraten und beschließen können, muß natürlich die Entscheidung der Mitgliederversammlung des Jugendwerk über eine entsprechende Modifizierung der Satzung abgewartet werden. Zu klären ist außerdem die Finanzierung, zum Beispiel für zwei vorgesehene Minijobs. Neben der Gemeinde Reken könnte eventuell die Reken-Stiftung für einige Zeit helfen.“

Aus der ursprünglichen Idee eines gemeindeunterstützenden Dienstes zur Vermittlung von niederschwelligen Hilfen für Menschen mit Einschränkungen oder in Notlagen hervorgegangen, hat sich das Ehrenamtsbüro in kürzester Zeit zu einer Infostelle rund um das Thema „freiwillige Hilfe“ und zu einer Art Reißverschluss zur gezielten Bündelung von Angeboten und Nachfragen auf dem Gebiet des ehrenamtlichen Engagements entwickelt. Dazu wurden zunächst allerorten Kontakte geknüpft und eine Datenbank plus eigener Webseite aufgebaut. Unterstützung und Beratung gab es zudem für neue ehrenamtliche Aktivitäten, dazu die Entlastung von Vereinen und Institutionen. Eingebunden waren Christoph Hartkamp und Reinhold Rathmann - nach seiner Pensionierung ersetzt durch Christel Büning - weiterhin beim Lesepaten-Projekt, beim Aufbau und der Durchführung des Repair Cafés, bei der Installierung des Bürgerbusses, bei der Aktion offenes Ohr - helfende Hand, gemeinsam mit dem Bürgermeister bei der Schaffung und Realisierung eines Corona-Einkaufsservices und beim Aufbau der Begleitung älterer und eingeschränkter MitbürgerInnen zum Corona-Impfzentrum. (hh)