Kinderstraßenkarneval, Steuerradübergabe und Weiberfastnacht

Jahrelang der identische Ablauf und nie etwas Neues - das macht auch im Karneval keinen rechten Spass. Irgendwann können Traditionen eben langweilig werden. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde, der Michael-Grundschule und den Groß Rekener Kitas hat der Rekener Karnevalsverein RKV den auf Weiberfastnacht erfolgenden Start in des Straßenkarnevals deshalb jetzt deutlich verändert. Vormittags ein von den Jecken optisch wie akustisch begleiteter Sternmarsch der Kinder zum Rathaus, dann die Steuerradübergabe von Manuel Deitert an die Prinzenpaare, Weitermarsch des Nachwuchses zum „Guten Hirten“ und gegen Abend schließlich die ausgelassene Präsentation der toll verkleideten „Rekener Weiber“ im Forum.

Bürgermeister Manuel Deitert (r.) übergibt die Steuerräder der Gemeinde an das Kinderprinzenpaar Laurenz I. und Hannah I. (l.) und an das Prinzenpaar Jürgen I. und Angelika I. (r.).


„Eine runde Sache, absolut wiederholungswürdig“, kommentierten mehrere Verantwortliche, die Schul- und Kitaleiter und auch die kleinen wie großen Karnevalisten. Der Bürgermeister legte sogar noch nach: „Das hat mir super gefallen, es war Spitze!“ Nachdem alle Mädchen und Jungen mit ihren Erzieherinnen und Erziehern den Saal „geflutet“ und für närrische Stimmung gesorgt hatten, wirbelten zunächst die trefflichen Ballettgruppen des RKV über die Bühne. Dann überreichte der Gemeindechef ein großes Steuerrad an das Prinzenpaar Jürgen I. und Angelika I. und ein kleines an das Kinderprinzenpaar Laurenz I. und Hannah I. „Ich gebe mein Ruder aber nur für die tollen Tage aus der Hand, dann kommen die Räder sofort zurück“, unterstrich Deitert während der Zeremonie.

Für ein volles Forum sorgen die Michaelschülerinnen und Michaelschüler neben den Groß Rekener Kitakindern.

Schnipp schnapp - Prinzessin Angelika schneidet dem Bürgermeister die Krawatte ab!


Ab 18 Uhr übernahmen dann Scharen von super aussehenden „Weibern“ wie schon seit Jahren nicht mehr das Kommando im Forum, hin und wieder begleitet auch von einigen männlichen Jecken und Pappnasen. Und da die Musikmixer vom DJ-Team m+m den Sound für eine hammermäßige Party dabei hatten, wurde bis spät in die Nacht hinein friedlich geschunkelt, getanzt, ausgelassen abgerockt und auch das eine oder andere Gläschen getrunken. Genau so und nicht anders soll es beim närrischen Treiben ja auch sein. Einen atemberaubenden Rahmen auf Weiberfastnacht garantierten wie immer die Tänzerinnen des RKV. Die Herzkirschen, die Tanzgarde und das Männerballett tanzten mit Power über eine kleine Fläche mitten im Publikum und demonstrierten einmal mehr, dass sie es echt drauf haben. Der verdiente Lohn für ein turbulente Schau war ein dreifach donnerndes „Reken Helau“! (hh)

Tolles Licht, mitreißende Musik, ein rappelvolles Forum und hunderte blendend gelaunter und mächtig gut aussehender Frauen - eine solche Weiberfastnacht gab es schon länger nichtmehr in Rekens bester Stube.

Dicht umringt und auf ganz kleiner Tanzfläche brachten die Herzkirschen (oben) und einige Mädchen der RKV-Tanzgarde (unten) die Stimmung auf den Siedepunkt.

09.02.2024